„Das Leben ist zum Freuen da!“

„Das Leben ist zum Freuen da!“, war eine der Botschaften, die der 13jährige  Mats  seiner Mutter Maike Wöhrmann gab, bevor er 21 Monate nach der ersten Krebsdiagnose dann  doch im Sommer 2007  zu Hause verstarb.

Das Leben ist zum Freuen da;“, war auch eine der Botschaften, die Maike Wöhrmann den zahlreich erschienenen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern am vergangenen Donnerstag in der Familienbildungsstätte Lüdinghausen mit auf den Weg geben wollte. Der Arbeitskreis Kinderhospiz der ambulanten Hospizgruppen im Kreis Coesfeld  hatte die Heilpraktikerin und Trauerbegleiterin aus Hörstel anlässlich des Welt-Kinderhospiztag (10.02.2018) eingeladen, über ihre Erfahrungen in und während der Sterbebegleitung ihres Sohnes Mats und Ihres Vaters, der nur kurze Zeit vor Mats  verstarb, zu berichten. 

Anhand ihres Buches „Mats und Opa“ und privaten Fotos gab Maike Wöhrmann eindrucksvolle Einblicke in ihre Erlebniswelt und in die Erfahrungen, die sie während der Sterbeprozesse von Vater und Sohn gemacht hat. Und wie wichtig es ist, die Geschwisterkinder mit einzubeziehen und deren Leben nicht zu vergessen. Sie berichtete über ihre Gefühle, über  für ihre Familie hilfreiche Strategien und Möglichkeiten, wie Kinder mit einer solchen Situation umgehen lernen können. „Seien sie offen und ehrlich mit ihren Kindern. Sie wissen eh, was Sache ist!“, gab sie den Anwesenden mit auf den Weg.

Im Kreis Coesfeld hat sich innerhalb der ambulanten Hospizdienste eine Gruppe ehrenamtlicher Trauer- und Sterbebegleiterinnen im Bereich der ambulanten Kinderhospizarbeit weitergebildet. Diese Gruppe bietet innerhalb dieses Netzwerkes des Arbeitskreises Kinderhospiz überörtlich die Begleitung und Unterstützung der betroffenen Familien an. Dieses Angebot richtet sich an Familien, in denen ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener lebensverkürzend oder schwer erkrankt ist, mit dem Ziel, Hilfe, Ermutigung und Unterstützung in dieser schwierigen Lebensphase zu geben.  Aber auch Kinder und Jugendliche, die sich von einem sterbenden nahen Angehörigen  verabschieden müssen oder nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen mit ihrer Trauer über diesen Verlust auseinandersetzen müssen,  finden hier schnelle und kompetente Begleitung.

Ansprechbar  für Fragen und Informationen sind die folgenden Koordinatorinnen und Koordinatoren der jeweiligen Hospizgruppen des Kreises:

Ulrike Büscher, Hospizgruppe Billerbeck e.V. 02543-93 11 88;

Ursula Pich-Potthoff, DaSein Hospizbewegung Coesfeld e.V. 02541-84 83 80;

Susanne Erfurt, Hospizbewegung Dülmen 0160-8 353 986;

Klaudia Henke-Dammeyer, Hospiz Bewegung Lüdinghausen/Seppenrade e.V.  0160-26 11 171;

Mona Letterhaus, Hospizbewegung Nottuln e.V. 0152- 07 376 414

und Karola D’Amico, Hospizkreis Senden e.V. 0171- 8 065 046